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19. Mai 2019: Verleihung des BCJ.Bayern-Studienpreises in St. Jakob (Nürnberg)

Herr Pfr. Dr. Johannes Wachowski (1. Vorsitzender) und Frau Franziska Grießer-Birnmeyer (2. Vorsitzende und Koordinatorin des BCJ.Bayern-Studienpreises) begrüßen die Gäste. (Fotos: Rudi Hein)

Die Laudatorin Frau StDin Vera Utzschneider verliest die Urkunde für die Gewinner des 2. Platzes in der Kategorie SCHULE/P-Seminar, das P-Seminar "Jüdisches Leben in Brückenau" unter der Leitung von Herrn StD Dirk Hönerlage. (Foto: Michael Rummel)

Klezmer-Ensemble "Mame Loshn" unter der Leitung von Herrn Leonid Khenkin (Foto: Michael Rummel)

 

Verleihung des zweiten BCJ.Bayern-Studienpreises in Nürnberg (Presse-Mitteilung vom 23. Mai 2019, PDF)

Am 19. Mai 2019 wurde in Nürnberg zum zweiten Mal der BCJ.Bayern-Studienpreis verliehen.  Der Verein zur Förderung des christlich-jüdischen Gesprächs in der ELKB (BCJ.Bayern) prämierte damit Studienarbeiten aus dem schulischen und universitären Bereich, die sich mit jüdischem Leben in Deutschland in Vergangenheit und Gegenwart sowie Bibelexegese im christlich-jüdischen Dialog befassten.

Herr Pfr. Dr. Johannes Wachowski und Frau Franziska Grießer-Birnmeyer begrüßten die rund 80 Gäste, die sich zur Preisverleihung im vollbesetzen Saal der Jakobskirche in der Nürnberger Innenstadt eingefunden hatten. „In diesem Jahr geht der BCJ.Bayern-Studienpreis in die zweite Runde – und es ist alles etwas größer als im Jahr 2017", freute sich die Koordinatorin, „mehr Einsendungen, mehr Auszeichnungen und mehr Gäste!"

Viele der Preisträger/-innen hatten Eltern, Partner oder Freunde mitgebracht, ihnen galt ein besonderer Willkommensgruß. BCJ.Bayern hatte außerdem alle Lehrkräfte und Professores eingeladen, die die ausgezeichneten Arbeiten betreut hatten; viele waren gekommen, um ihren ehemaligen Schüler/-innen, Studierenden und Doktorandinnen persönlich zu gratulieren.

André Freud, der Geschäftsführer der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg, ging in seinem Grußwort darauf ein, dass Toleranz häufig falsch verstanden würde. Es geht bei ihr nicht darum, dass man nebeneinander lebt und sich nicht für das Andere interessiert, sondern im Gegenteil darum, das Andere bewusst wahrzunehmen. Er beglückwünschte die Preisträger zu der Themenwahl ihrer Qualifikationsarbeiten: „Sie haben damit nicht nur ein interessantes Themenfeld bearbeitet, sondern wirklich etwas für's Leben gelernt."

Die Lautorinnen und Laudatoren, allesamt Mitglieder von BCJ.Bayern, stellen anschließend die Ergebnisse und Herangehensweisen der prämierten Arbeiten dar: OStRin Dr. Ursula Leipziger und StDin Vera Utzschneider (Schule), Vikarin Katharina Bach-Fischer (wurde vertreten), Pfr. Dr. Axel Töllner und Vikar Dr. Martin Schott (wurde ebenfalls vertreten) (Universität I), Prof. Dr. Wolfgang Kraus und Prof. Dr. Helmut Utzschneider (Universität II).

Im Einzelnen wurden folgende Arbeiten ausgezeichnet:

In der Kategorie Schule/P-Seminare wurden zwei erste Plätze vergeben, zum einen an „13 Führerscheine – 13 jüdische Schicksale" unter der  Leitung von StD Manfred Brösamle-Lambrecht (Meranier-Gymnasium Lichtenfels) und zum anderen an „Vergissmeinnicht – das Schicksal von jüdischen Kindern aus den ehemaligen Landkreisen Haßfurt, Hofheim und Ebern in der Zeit des Nationalsozialismus" unter der Leitung von OStR Daniel Heß (Friedrich-Rückert-Gymnasium Ebern); 2. Platz: „Jüdisches Leben in Brückenau" unter der Leitung von StD Dirk Hönerlage (Franz-Miltenberger-Gymnasium Bad Brückenau).

In der Kategorie Schule/W-Seminare: 1. Platz „Boykottaufrufe gegen Juden früher und heute. „Kauft nicht beim Juden" – „Kauft nicht beim Judenstaat". Vergleich nationalsozialistischer Boykottaufrufe gegen jüdische Gewerbetreibende und der aktuellen BDS-Kampagne gegen Produkte aus Israel" von Jana Kraus (Gymnasium Höchstadt a. d. Aisch), 2. Platz: „Menschenwürde – unantastbar? Die Entwürdigung der Juden durch geltende Verordnungen und Maßnahmen ab 1933 und der Versuch in Form des Kunstprojekts „Stolpersteine" den Ermordeten einen Teil dieser Würde zurückzugeben" von Chiara Stürmer (Staatliche Fachoberschule und Berufsschule Würzburg), 3. Platz: „Tierschutz als Vorwand? Antisemitische Motive in der Auseinandersetzung um das Schächten im 20. und 21. Jahrhundert" von Johanna Brandt (Gymnasium Höchstadt a. d. Aisch), Sonderpreis: „Biographien von jüdischen Opfern des Holocaust im Großraum Augsburg" unter der Leitung von OStRin Christine Schmid-Mägele (Paul-Klee-Gymnasium Gersthofen).

In der Kategorie Universität I (Abschlussarbeiten): 1. Platz: „Psalmen taufen? Die Diskussion um das Gloria patri als Abschluss von Psalmgebeten auf dem Hintergrund einer Liturgik im christlich-jüdischen Dialog" von cand. theol. Henrike Acksteiner (Wissenschaftliche Hausarbeit, Theologische Aufnahmeprüfung), 2. Preis: „Auge um Auge, Zahn um Zahn". Zu Bedeutung und Funktion des Ius talionis in der Hebräischen Bibel und in früher rabbinischer Auslegung" von Mag. theol. Jan Raithel (Wissenschaftliche Hausarbeit, Theologische Aufnahmeprüfung), 3. Preis: „Die jüdischen Displaced Persons von Fürth. Eine Untersuchung der Umsetzung der amerikanischen DP-Politik am Beispiel von Fürth mit besonderer Berücksichtigung der Lebensbedingungen jüdischer DPs in den Assembly Centers von Fürth" von B. Ed. Nadine Ciupek (Zulassungsarbeit Lehramt Mittelschule).

In der Kategorie Universität II (Dissertations- und Habilitationsschriften): 1. Platz: „Ringen um Israel. Intertextuelle Perspektiven auf das 5. Buch Esra" von Dr. Veronika Hirschberger, Sonderpreis: „Evangelische Kirche und Konzentrationslager (1933-1945)" von Dr. Rebecca Scherf.

Musikalische Glanzpunkte setzte das virtuos musizierende Klezmer-Ensemble „Mame Loshn" unter der Leitung von Leonid Khenkin. Beim anschließenden Buffet mit israelisch-arabischen Köstlichkeiten aus Levana Emmerts Bistro „Tel Aviv-Jaffa" bestand die Möglichkeit, mit den Preisträger/-innen ins Gespräch zu kommen.

Die Koordinatorin Franziska Grießer-Birnmeyer dankte allen, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen hatten, allen voran Frau Elisabeth Niekel und Herrn Dipl.Theol. Michael Rummel von der Geschäftsstelle des BCJ.Bayern in Neuendettelsau.

Die nächste Auflage des BCJ.Bayern-Studienpreises ist für 2021 geplant.

 

Ankündigung der Preisverleihung: Pressemitteilung vom 7. Mai 2019 (PDF)

Übersicht der ausgezeichneten Arbeiten (PDF)

Einladung und Programm (PDF)

 

April 2019: Kommissionen geben Ergebnisse bekannt

Die Preisträger/-innen stehen fest - herzlichen Glückwunsch!

 

Januar 2019: Kommissionen nehmen ihre Arbeit auf

Bis zum Einsendeschluss am 31. Dezember 2018 erreichten uns 26 Arbeiten in der Kategorie SCHULE, sieben Abschluss-Arbeiten in der Kategorie UNIVERSITÄT I sowie zwei Dissertationen in der Kategorie UNIVERSITÄT II.

 

Frühjahr 2018: Ausschreibung des BCJ.Bayern-Studienpreises

Hier finden Sie die Ausschreibung im PDF-Format.

 

Die eingereichten Arbeiten werden von BCJ.Bayern-Mitgliedern geprüft, die in der jeweiligen Kategorie über die notwendige Expertise verfügen.

Kommission SCHULE

  • OStRin i.K. Dr. Ursula Leipziger
  • StRin Sonja Sellnow
  • StDin Vera Utzschneider
  • Pfarrer Andreas Rickerl

Kommission UNIVERSITÄT I

Kommission UNIVERSITÄT II

  • Prof. Dr. Kathrin Winkler
  • Prof. Dr. Alexander Deeg
  • Prof. Dr. Michael Fricke
  • Prof. Dr. Wolfgang Kraus
  • Prof. Dr. H.-C. Schmitt
  • Prof. Dr. Helmut Utzschneider

Koordination des BCJ.Bayern-Studienpreises

Franziska Grießer-Birnmeyer, M.A.